Zivilcourage Straubing-Bogen - Aktuelles
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Termine:

Dienstag, 09. Oktober 2012, 20:00 Uhr,



Freitag, 23. November 2012, 19:30 Uhr,

Tradition oder High-Tech, warum wir alte Gemüsesorten erhalten sollten. Vortrag von Bärbel Steinberger, Dipl. Ing. (FH) Gartenbau. Der Ort wird noch bekannt gegeben. Gemeinsam mit dem  Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Straubing-Bogen e.V.

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Newsticker www.keine-gentechnik.de:

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Der Protest ist angekommen

Die Schattenseiten der Wunderbohne

Im Rahmen einer Tagung des Bayerischen Gemeindetages im Landkeis haben einige Mitglieder von Zivilcourage Straubing-Bogen unsere Landkreistafeln an die Bürgermeister überreicht, deren Gemeinden gentechnikfreie Anbauregionen sind.


Breites Bündnis mit über 2000 Teilnehmern aus Bayern fordert in Berlin eine bäuerliche, ökologische Landwirtschaft

Landwirte und Verbraucher demonstrierten für eine Wende in der Agrarpolitik

Unter dem Motto "Wir haben es satt – Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten" haben am Samstag in Berlin 22.000 Teilnehmer für eine grundlegende Reform der Agrarpolitik, die Abkehr von der industrialisierten Landwirtschaft und besseren Verbraucherschutz demonstriert. Über 2.000 Teilnehmer aus Bayern waren mit 17 Bussen und Zügen nach Berlin gereist, darunter auch ein Bus aus den Landkreisen Straubing, Cham und Deggendorf. Norbert Schott, Sprecher von Zivilcourage Straubing, der mit den Nachbarkreisen die Fahrt im Landkreis organisiert hatte,  freute sich über die große Resonanz: „Dies  zeigt, dass die bayerischen Verbraucher und Landwirte, die bayerische Heimat nicht kampflos den Gentechnikkonzernen und der Agrarindustrie überlassen.“

Bei der bislang größten Demonstration dieser Art seit Jahrzehnten zogen Bauern, Umweltschützer, Imker und Verbraucher gemeinsam vom Berliner Hauptbahnhof zur Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor. Getragen wurde die Veranstaltung von mehr als 120 Bauern- und Umweltverbänden, Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung und Gentechnik, sowie Entwicklungshilfeorganisationen. Die Redner der Kundgebung forderten in ihren Redebeiträgen als Konsequenz aus dem Dioxin- und anderen Lebensmittelskandalen die Bundesregierung auf, statt Agrarfabriken die bäuerliche Landwirtschaft zu fördern.

Trotz der langen Fahrzeit von ca. 12 Stunden waren sich die Teilnehmer einig, dass es sich gelohnt hat, mit der Teilnahme einen Beitrag für eine bessere Agrarpolitik zu leisten.

"Immer nur billig, billig billig!"


Die Landkreistafel ist da und kann bei Veranstaltungen oder unter der Kontaktadresse erworben werden.

Kontaktadresse

Präsentation der Landkreistafel mit MdL Reinhold Perlak und  Vorständen von Mitgliedsorganisationen

Feldtafel

Kundgebung Aschermittwoch 2010

Vortrag im Gasthaus Reisinger von Dr. Rudolf Bunzel

Informationsstand von Zivilcourage Straubing-Bogen am Schrannenmarkt in Straubing, 20.09.2009

Hinweis auf Link Gentechnikfreie-Regionen

Link

Zivilcourage Straubing-Bogen auf der Ostbayernschau 2009

Erstmals war heuer Zivilcourage StraubingBogen Bündnis für gentechnikfreien Anbau mit einem eigenen Informationsstand auf der Ostbayernschau vertreten. Der Stand wurde während der gesamten Zeit der Ausstellung von Mitgliedern des Bündnisses betreut.

Norbert Schott, Sprecher von Zivilcourage Straubing-Bogen war mit der Resonanz bei den Besuchern der Messe sehr zufrieden. Laufend kamen Leute vorbei und es gab viele interessante Diskussionen über Sinn und Unsinn gentechnischer Forschung und den Anbau gentechnisch veränderter Kulturen.

Auf so genannten Unterstützerlisten sammelten die Standbetreuerinnen und Betreuer Unterschriften von Besuchern, die sich namentlich mit dem Ziel identifizierten, den Landkreis frei vom Anbau gentechnisch veränderter Sorten zu halten.

Besonders erfreut zeigte sich Norbert Schott über das Interesse von Vertretern der Politik an der Thematik und der Aufklärungsarbeit von Zivilcourage Straubing-Bogen. Highlight war natürlich der Besuch von Claudia Roth, Bündnisvorsitzende von B90/die Grünen und Sepp Daxenberger, dem Fraktionsvorsitzendem der Grünen im bayerischen Landtag. Beide waren beeindruckt von der Vielfalt der Mitglieder des Bündnisses und waren überzeugt, dass dies ein wichtiger außerparlamentarischer Weg sei, Aufmerksamkeit zu erzeugen und sich Gehör zu verschaffen.

Aber auch Vertreter anderer Parteien trugen sich zum Teil in die Unterstützerlisten ein. Der Landesvorsitzende der ödp, Bernhard Suttner, ebenso wie auch MdL Reinhold Perlak gaben ihr klares Bekenntnis für einen gentechnikfreien Anbau im Landkreis und darüber hinaus ab. MdL Josef Zellmeier verwies auf den Beschluss des Kreisausschusses, der eine gentechnikfreie Landbewirtschaftung favorisiert und die Landwirte zur Bildung gentechnikfreier Anbauregionen auffordert.

Claudia Roth auf unserem Stand

Sepp Daxenberger bei uns zu Besuch

Zivilcourage Straubing Bogen bei der Gentechnik Großkundgebung in Neumarkt

Die Katholische Landvolkbewegung Straubing-Bogen organisierte gemeinsam mit Zivilcourage Straubing-Bogen, dem Bündnis für gentechnikfreien Anbau, eine Busfahrt zu einer Großkundgebung gegen die Agrogentechnik in Neumarkt.

Gleich zwei Träger des alternativen Nobelpreises, Frau Vandana Shiva aus Indien und der kanadische Farmer Percy Schmeiser berichteten in der Jurahalle in Neumarkt vor über zweitausend Leuten über ihre Erfahrungen mit der Gentechnik und den Unternehmen, die davon profitieren. Authentisch und aus erster Hand schilderte die Diplomphysikerin Dr. Vandana Shiva das Schicksal der indischen Bauern, die der Werbung für Bt Baumwolle vertrauten und diese anbauten. Ihnen wurde versprochen, dass durch die genetische Manipulation die Baumwolle einen Giftstoff (Bt Gift) produziert, der den Baumwollkapselbohrer, eine gefürchteten Schädling, vernichtet und dadurch gute Ernten garantiert. Die Erfahrungen beim Anbau waren allerdings ganz andere: entweder versagte der Schutz vor dem Insekt, oder die Kapselbohrer wurden schnell resistent gegen das Bt Gift. Durch die miserablen Ernten und das wesentlich teurere Saatgut der Gentechniksorten verschuldeten sich viele Bauern derart, dass sie als letzten Ausweg nur noch den Selbstmord sahen. Frau Shiva hat in Indien eine Selbsthilfeeinrichtung gegründet, die den verschuldeten Bauern kostenlos Saatgut zur Verfügung stellt und Schulungen für biologischen Anbau durchführt, mit dem die Bauern nach ihren Untersuchungen bessere Erfolge erzielen als mit den gentechnischen Sorten und Methoden. Entschieden tritt sie ein für den Erhalt der Biodiversität und der traditionellen Landwirtschaft als Garant der sicheren und gesunden Versorgung der Bevölkerung.

Percy Schmeiser züchtete fünfzig Jahre lang konventionell Raps im kanadischen Sasketchewan. Dann erhielt er eine Zahlungsaufforderung der Firma Monsanto, deren „Saatgut Polizei“ in seinen Feldern genetisch veränderte Rapspflanzen fand, die Schmeiser niemals ausgesät hatte. Auf diese Rapssorte hat der Konzern das Patent. Das Patentrecht erlaubt dem Inhaber von jedem Nutzer seiner patentierten Pflanzen Lizenzgebühren einzufordern, auch wenn sie durch Verunreinigungen im Saatgut oder durch Körner die der Wind verfrachtete in sein Feld gelangten. Jahrelang führte Schmeiser einen Nerven zermürbenden juristischen Feldzug gegen den Konzern. „Die wollten uns zerstören“ schildert er heute seine Erinnerungen an den Kampf von David gegen Goliath. Der oberste kanadische Gerichtshof gab schließlich der Familie Schmeiser Recht, und sie musste die geforderten Lizenzgebühren nicht zahlen, allerdings blieb ihr die Gerichtskosten von 400.000 kanadischen Dollar. Spenden aus der ganzen Welt ermöglichten die Bezahlung dieses riesigen Betrages. Heute wendet sich der 78 jährige mit zwei klaren Botschaften an seine Zuhörer auf der ganzen Welt: Es gibt kein Nebeneinander von gentechnisch veränderten (GVO) Sorten und konventionellem oder ökologischem Anbau, die Verunreinigung mit GVO Pflanzen lässt sich nicht verhindern. Zum zweiten fordert er ein Verbot von Patenten auf Leben damit die Züchtung und der Anbau nicht in die Abhängigkeit von wenigen potenten Konzernen geraten.

Die Teilnehmer der Kundgebung drückten ihre Bewunderung für die beiden couragierten und überzeugenden Persönlichkeiten durch lange anhaltenden Beifall aus.

Bericht aus dem Straubinger Tagblatt vom 06.05.2009

Bericht aus dem Straubinger Tagblatt vom 03.04.2009


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Bericht zur Veranstaltung mit Dr. Vandana Shiva.

Zivilcourage Straubing-Bogen organisierte eine Fahrt zur Teilnahme an der Großveranstaltung der Agro-gentechnikfreien Landkreise am Montag, 16.02.2009 in der Inntalhalle in Rosenheim.

„Warum es zivilen Ungehorsam braucht, um unsere Lebensgrundlagen zu verteidigen!“
Bündnis Zivilcourage bei Großveranstaltung mit Vandana Shiva

Einen beeindruckenden Vortrag von Dr. Vandana Shiva erlebten die Teilnehmer der vom Bündnis Zivilcourage Straubing-Bogen organisierten Fahrt am Montag in Rosenheim. Frau Shiva ist Doktor der Physik und setzt sich seit den siebziger Jahren für einen ökologischen Umgang mit den natürlichen Ressourcen ein. Die indische Bürgerrechtlerin ist Vordenkerin des Ökofeminismus, eine der bekanntesten Gegnerinnen der Patentierung von Saatgut und Medikamenten und hat bereits 1993 den Alternativen Nobelpreis erhalten. Vandana Shiva betonte in ihrem Vortrag, das Ziel der Gentechnikkonzerne sei immer gewesen, die Nahrungsmittelkette zu patentieren, um dadurch die Macht über die Lebensmittel zu erreichen. Der seit Menschengedenken übliche Nachbau von Saatgut werde durch die Patentierung zum Verbrechen. Es zeige sich immer deutlicher, daß die Lebensmittelversorgung und das Gesundheitswesen weltweit von fünf Konzernen bestimmt werde. Dies sei Diktatur und keine Wirtschaftsdemokratie, so Shiva wörtlich. In Indien habe die Herrschaft der internationalen Konzerne bereits Züge der totalen Kontrolle über Handel und Wirtschaft angenommen wie einst in der Kolonialzeit. Ihre Motivation, so Vandana Shiva, sei, daß die Lebensgrundlagen nicht privatisiert würden und Bauern das Recht auf Reproduktion von Saatgut behalten. Bauern und Konsumenten müßten sich zusammentun, um einen Plan zu entwickeln, der allen Menschen Nahrung und Gesundheit biete. In Zeiten, in denen das Kapital global agiere, müßten auch die Menschen Grenzen überwinden und eine neue, globale Solidarität zum nachhaltigen Schutz der Lebensgrundlagen aufbauen. Dabei müßten auch all jene mit einbezogen werden, denen Nahrung verweigert wird oder die Opfer ungerechter Kriege sind. Die Menschen sollten nur die Gesetze anerkennen, die auf Gerechtigkeit und Ökologie basieren, nicht aber die Gesetze der Konzerne, forderte Vandana Shiva. Die Schirmherrschaft über die von Zivilcourage Rosenheim organisierte Veranstaltung war symbolisch den Kindern Bayerns übertragen worden, um die Bewahrung der Schöpfung für die zukünftigen Generationen zu als oberstes Ziel zu unterstreichen.


Bericht aus der Straubinger Rundschau vom 14.02.2009

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